Warum Vegan - jetzt haben wir den Salat!


 

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ Albert Schweitzer

 

Die vegane Lebensweise ist eine Idee, die im Vormarsch ist und sich immer weiter etabliert. Seit dem Frühjahr 2016 lebe ich weitestgehend vegan. Meine Familie zu großen bis kleineren Teilen. Angefangen hat alles mit einer Bekannten, die auf Facebook ständig Videos und Fotos von Massentierhaltungen oder Schlachtungen postete. Erst war es mir lästig, dann berührte mich diese schonungslose Realität im Innersten. Ich war satt ob dieser Bilder und wollte all das nicht weiter in Autrag geben. Seit dem befinden wir uns in einem spannenden Prozess, der uns nach wie vor begleitet. Es findet ein Umdenken in unseren Köpfen statt und wir glauben etwas Grundlegendes nun anders zu verstehen.

Die wichtigste Frage, die sich uns heute stellt ist: Warum darf der Mensch Tiere nutzen und töten? Und warum darf er hierbei auch noch der Welt ihre Ressourcen rauben? Hierauf haben wir bislang keine adäquate Antwort gefunden. Da wir davon ausgehen, dass alles Leben leben will, haben wir uns dazu entschieden Leben leben zu lassen. Auch für unsere Kinder, denen wir eine reichhaltige Natur in ihrem Leben erhalten wollen. Aus diesem Grund ist unser Motto vor allem:  Liebe is(s)t vegan!

Ich bin gerne offen für den Austausch und freue mich über jegliches Interesse. Vielleicht möchten Sie sich auch auf diesen Weg begeben. Bei Jedem beginnt eine solche Umstellung mit dem ersten Schritt und führt dann vielleicht immer weiter in ein nachhaltiges Leben. Doch jeder Schritt bewirkt etwas! Auch nur ein Tag in der Woche ohne tierische Produkte hilft schon sehr vielen Tieren, der Umwelt und Ihrer Gesundheit.

Ich möchte Sie ermutigen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

 

Hier ein kurzer Überblick über die, aus meiner persönlichen Sicht, entscheidenden Dinge.

Für die Tiere


Die Werbung macht uns gerne glauben, dass die Tiere der Fleisch-, Milch- oder Eiindustrie in artgerechten Bedingungen, ein schönes Leben leben. Und die meisten von uns kennen noch genau diese Idylle vom Bauer nebenan aus der Kindheit. Leider ist dem im Großteil aber heute nicht mehr so. Die Massen an Fleisch, Milch und Eiern, die wir auf der Erde benötigen, lassen sich nicht mehr auf grünen Wiesen produzieren.

98% der heutigen Tierprodukte stammen aus der Massentierhaltung, mit all ihren Auswirkungen. Ihr unwürdiges, trauriges Leben und ihre teilweise bestialische Schlachtung sind heute der leidvolle Alltag der Tiere.

Für die Welternährung


Wir haben eine Weltbevölkerung von fast 7,5 Milliarden Menschen und auch das war vor 40 Jahren noch ganz anders. In der Zeit von 1970 an hat sich die Zahl verdoppelt und sie steigt weiter. 2050 sind wir schon 9,7 Milliarden. Viele Studien beweisen schon, dass sich diese Zahl mit unserer heutigen Art zu essen bald nicht mehr vereinbaren lässt. Für ein Kilo Fleisch z.B. werden 16 Kilo Tierfutter benötigt. Dieses wird in Form von Sojafeldern auf riesigen Flächen in den ärmsten Ländern der Erde angebaut. Land, welches die Menschen dort bräuchten um ihre eigene Nahrung anzubauen. Aber leider hungern sie für unseren Genuss! Wie absurd!

 

Für die Erde


Das Klima verändert sich immer rasanter, es kommt immer häufiger zu Hurrikans, Tsunamis und dergleichen. All dies hat mit unserem CO2 Austoß zu tun. Wir sparen schon viel mit energieeffizienten Häusern, mit emissionsfreien Autos und so weiter, aber wir vergessen den größten Batzen der CO2 Produktion - den Fleischverzehr. Die Nutztierhaltung macht 51% aller weltweit ausgestoßenen Treibhausgase aus, mehr als der weltweite Verkehr zusammen. Hier werden Unmengen von CO2 produziert, weil Unmengen von Kühen auf der Welt gehalten werden. Und mit der Zunahme der Tierhaltung steigen auch die Exkremente dieser Tiere auf derzeit 150 Millionen Tonnen pro Jahr allein in Deutschland. Diese Gülle bedroht unser Trinkwasser, belastet es zunehmend mit Nitrat, im Körper wandelt sich dieses zu Nitrit um und wird vor allem für Säuglinge gefährlich.

Dazu kommt, dass für die Produktion von einem Kilo Fleisch 15.500 Liter Wasser benötigt werden. Eine für mich vollkommen erschreckende Zahl.

 


Und auch für die Gesundheit...

Im Durchschnitt isst der Mensch heute 83 kg Fleisch und trinkt und isst 41,3 kg Milch und Milchprodukte im Jahr. Dieser massive Fleischkonsum wird zunehmend mit den typischen Zivilisationskrankheiten wie Arthrose, Diabetes, Krebs, koronarer Herzkrankheit und Fettleibigkeit in Verbindung gebracht, die ebenso ansteigen wie der Fleischkonsum. Überlegen Sie, vor 40 Jahren gab es den Sonntagsbraten - heute ist, in Sachen Fleisch, jeden Tag Sonntag. Vor 40 Jahren waren aber auch die Zahlen der Zivilisationskrankheiten nicht so erschreckend hoch. Die Gesundheit leidet aber vielleicht auch schon unter den medikamentösen Rückständen und Stresshormonen der Tiere, die der Durchschnittsdeutsche, mit jedem Stück Fleisch, alle "mitgenießt".

Schauen Sie sich gerne diesen sehr kurzen und doch aufschlussreichen Film an! Sehr empfehlenswert!


Viele Ernährungsgesellschaften weltweit beschäftigen sich derzeit mehr und mehr mit der veganen Ernährung, es liegen häufig nun schon Positionspapiere vor - hier zwei Auszüge aus Deutschland und den USA:

 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) schreibt in ihrem Positionspapier: "Bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich."
Das hört sich natürlich sehr negativ an, wenngleich diese Zusammenfassung sehr unglücklich ist, denn im ausführlichen Bericht dazu schreiben die DGE-Autoren u.a.: Es "[…] kann angenommen werden, dass eine pflanzenbetonte Ernährungsform (mit oder ohne einen geringen Fleischanteil) gegenüber
der derzeitig in Deutschland üblichen Ernährung mit einer Risikosenkung
für ernährungsmitbedingte Krankheiten verbunden ist."
Außerdem ergänzen sie:
"durch eine gezielte Lebensmittelauswahl und gute Planung ist es möglich, eine
vegane Kost zusammenzustellen, bei der kein Nährstoffmangel auftritt."

In den USA schreiben die AND in ihrem Papier dies:
"Es ist die Position der Academy of Nutrition and Dietetics, dass
eine gut geplante vegetarische Ernährung, inklusive einer veganen
Ernährung, gesund und bedarfsgerecht ist und womöglich gesundheitliche
Vorteile in der Prävention und Therapie einiger Erkrankungen
bieten könnte. Diese Ernährungsweisen sind angemessen
für alle Lebensabschnitte inklusive der Schwangerschaft, Stillzeit,
dem Säuglings-, Kindes- und Jugendalter sowie für Senioren und
Athleten"